RATGEBER BANNERWERBUNG

Bannerwerbung: Kanäle, Formate und Kosten

Bannerwerbung ist die älteste Form der Onlinewerbung — und immer noch die mit der größten Reichweite. Dieser Ratgeber erklärt, wo Banner ausgespielt werden, welche Größen du brauchst, wie abgerechnet wird und woran man ein Motiv erkennt, das wirklich funktioniert.

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MASSSTABSGETREU
728×90
300×250
336×280
160×600
120×600

Was ist Bannerwerbung?

Bannerwerbung bezeichnet grafische Anzeigen, die auf fremden Websites, in Apps, in sozialen Netzwerken oder in E-Mails eingeblendet werden und auf das Angebot des Werbetreibenden verlinken. Technisch ist ein Banner meist nichts anderes als ein Bild in einer festgelegten Pixelgröße, hinterlegt mit einer Zielurl und eingebunden über einen Adserver.

Der Werbeplatz gehört dem Publisher — also dem Betreiber der Seite, auf der das Banner erscheint. Er stellt Flächen in Standardgrößen bereit; wer diese Größen nicht liefert, kann dort nicht werben. Deshalb ist Bannerwerbung von Anfang an ein Formatgeschäft: Die Kreation richtet sich nach dem Werbeplatz, nicht umgekehrt.

Anders als Suchanzeigen wirkt Bannerwerbung nicht auf akute Nachfrage, sondern auf Bekanntheit, Wiedererkennung und Rückholung. Ihr klassisches Einsatzgebiet ist deshalb der obere Funnel und das Retargeting — Nutzer, die schon einmal im Shop waren, sehen dein Produkt später auf anderen Seiten wieder.

Eine ausführlichere Einordnung des Kanals, inklusive Abrechnungsmodellen und Mediaplanung, gibt es bei agentur.rocks zum Thema Bannerwerbung.

Die vier Kanäle der Bannerwerbung

Wer von Bannerwerbung spricht, meint je nach Kontext etwas anderes. Vier Kanäle dominieren, und jeder stellt eigene Anforderungen an Format und Gestaltung:

  • Google Display Netzwerk: Reichweite über Millionen Websites und Apps. Neben festen Bildanzeigen laufen dort responsive Anzeigen, bei denen Google Bild, Logo und Text selbst kombiniert.
  • Affiliate-Netzwerke: Awin, Tradedoubler, Belboon und Co. Der Werbetreibende hinterlegt Bannersets, Publisher wählen die Größe, die in ihr Layout passt. Abgerechnet wird meist erst bei Verkauf oder Lead.
  • Social Media: Instagram, Facebook, LinkedIn, Pinterest, X. Hier zählen quadratische und hochformatige Motive, dazu Story- und Reel-Formate im Verhältnis 9:16.
  • Newsletter und E-Mail: Header- und Kachelbanner in fester Breite, meist 600 Pixel. Sie müssen auch dann verständlich sein, wenn der Mail-Client Bilder blockiert oder verkleinert.

Formate: welche Größen wirklich zählen

Die verbreiteten Display-Größen gehen auf die Standards des Interactive Advertising Bureau zurück. Fünf davon decken den Großteil des Inventars ab: Medium Rectangle 300×250, Leaderboard 728×90, Wide Skyscraper 160×600, Half Page 300×600 und die mobilen Formate 320×50 und 320×100, auf die je nach Umfeld über die Hälfte der Impressionen entfällt. Im deutschsprachigen Raum kommen Panorama 980×120 und das Wallpaper aus 800×250 und 160×600 dazu.

Für Bildanzeigen in Display-Netzwerken gilt in der Regel eine Obergrenze von 150 KB pro Datei — größere Dateien werden abgelehnt. Wer responsive Assets für Google Ads liefert, hat dagegen viel Luft, und auch Meta, LinkedIn oder Pinterest nehmen ein Vielfaches davon an. Streng wird es erst im Newsletter wieder: Dort lädt der Mail-Client sämtliche Bilder auf einmal, weshalb jede einzelne Datei so leicht wie möglich bleiben sollte. Diese Übersicht zeigt alle 38 Formate mit Einsatzgebiet:

FORMATMASSEINSATZ
Leaderboard 728×90 Display / Affiliate · IAB
Medium Rectangle 300×250 Display / Affiliate · IAB
Large Rectangle 336×280 Display / Affiliate · IAB
Wide Skyscraper 160×600 Display / Affiliate · IAB
Skyscraper 120×600 Display / Affiliate · IAB
Half Page 300×600 Display / Affiliate · IAB
Mobile Banner 320×50 Display / Affiliate · IAB
Large Mobile Banner 320×100 Display / Affiliate · IAB
Full Banner 468×60 Display / Affiliate · IAB
Super Leaderboard 970×90 Display / Affiliate · IAB
Billboard 970×250 Display / Affiliate · IAB
Quadrat 250×250 Display / Affiliate · IAB
Kleines Quadrat 200×200 Display / Affiliate · IAB
Panorama 980×120 Display / Affiliate · DACH
Wallpaper Top 800×250 Display / Affiliate · DACH
Querformat 1200×628 Google Ads (Responsive) · Google Ads
Quadrat 1200×1200 Google Ads (Responsive) · Google Ads
Hochformat 960×1200 Google Ads (Responsive) · Google Ads
Logo quer 1200×300 Google Ads (Responsive) · Google Ads
Querformat (klein) 600×314 Google Ads (Responsive) · Google Ads
Quadrat (klein) 300×300 Google Ads (Responsive) · Google Ads
Instagram Feed 1080×1080 Social Media · Instagram
Instagram Hochformat 1080×1350 Social Media · Instagram
Story / Reel 1080×1920 Social Media · Instagram, TikTok
Facebook Feed 1200×630 Social Media · Facebook
Facebook Titelbild 820×312 Social Media · Facebook
LinkedIn Feed 1200×627 Social Media · LinkedIn
LinkedIn Banner 1584×396 Social Media · LinkedIn
X Post 1600×900 Social Media · X
Pinterest Pin 1000×1500 Social Media · Pinterest
YouTube Thumbnail 1280×720 Social Media · YouTube
Newsletter Header 600×200 Newsletter · E-Mail
Newsletter Hero 600×300 Newsletter · E-Mail
Newsletter Kachel 600×400 Newsletter · E-Mail
Newsletter 16:9 640×360 Newsletter · E-Mail
Retina Header 1200×400 Newsletter · E-Mail
Newsletter Modul 300×300 Newsletter · E-Mail
Newsletter Footer 600×150 Newsletter · E-Mail

Was Bannerwerbung kostet

Abgerechnet wird nach drei Modellen. Beim TKP, international CPM, zahlst du einen Festbetrag je tausend Einblendungen — üblich bei Reichweitenkampagnen und Direktbuchungen bei Publishern. Beim CPC zahlst du pro Klick, das ist der Standard im Google Display Netzwerk. Im Affiliate-Marketing greift meist CPO oder CPL: Vergütet wird erst der Verkauf oder der qualifizierte Kontakt.

Die Höhe hängt vom Umfeld ab. Ein Premium-Platz auf einem reichweitenstarken Portal kostet ein Vielfaches eines Restplatzes im offenen Markt, und Zielgruppen-Targeting verteuert den Einkauf zusätzlich. Verlässliche Pauschalen gibt es nicht — sinnvoll ist, mit einem kleinen Budget zu testen und nach Platzierung auszuwerten.

Kalkulierbar ist dagegen die Produktion. Wer für jede Kampagne ein Set gestalten lässt, zahlt Designstunden plus Adaption pro Format. Bei myfeedr ist es ein Festpreis pro Durchlauf: ab 79 € einmalig, ohne Abo — unabhängig davon, wie viele Kampagnen du damit fährst.

Woran man ein gutes Banner erkennt

Die Wirkung entscheidet sich in dem Moment, in dem das Banner ins Sichtfeld rutscht. Fünf Punkte trennen brauchbare von wirkungslosen Motiven:

  • Der Absender ist sofort erkennbar — Logo oder Wortmarke an fester Position, nicht irgendwo untergebracht.
  • Eine Aussage pro Motiv. Zwei Angebote in einem Banner heben sich gegenseitig auf.
  • Harter Kontrast: Text mindestens 4,5:1 gegen den Hintergrund, keine helle Schrift auf hellem Foto.
  • Ein Handlungsaufruf mit Verb — Jetzt sichern, Angebot ansehen — statt eines dekorativen Pfeils.
  • Konsistenz über alle Größen: Wer im Leaderboard anders aussieht als im Skyscraper, verschenkt Wiedererkennung.

Schnell zu einem vollständigen Bannerset

Der praktische Engpass ist selten die Idee, sondern die Menge an Dateien. Zwanzig Formate von Hand zu setzen, dauert auch bei geübten Gestaltern Stunden — und bei jeder Textänderung beginnt es von vorn. Deshalb setzt myfeedr an der vorhandenen Marke an: Du trägst deine Adresse ein, das System liest Logo, Farben, Schriften, Texte und Produkte aus und erzeugt daraus alle 38 Formate in einem Durchlauf.

Die Vorschau mit Wasserzeichen ist kostenlos und ohne Registrierung zu sehen. Erst für die Dateien ohne Wasserzeichen legst du ein Konto an. Danach bleibt das Projekt bearbeitbar: neue Aktion, neues Produkt, neuer Text — und ein frisches ZIP mit PNG und JPG in allen Größen.

Häufige Fragen

Lohnt sich Bannerwerbung überhaupt noch?
Für direkte Verkäufe aus dem ersten Kontakt selten, für Bekanntheit und Retargeting weiterhin. Der Wert liegt in der Wiederholung: Nutzer, die deinen Shop kennen, reagieren später auf Suchanzeigen und Newsletter deutlich besser.
Wie viele Bannergrößen brauche ich mindestens?
Mit den fünf meistgebuchten Display-Größen bist du überall grundsätzlich buchbar. Ab etwa zehn Formaten bleibt kaum noch eine Standardplatzierung übrig, für die dir das passende Werbemittel fehlt. Für Social Media kommen Quadrat, Hochformat und Story dazu.
Was bedeutet TKP bei Bannerwerbung?
TKP steht für Tausend-Kontakt-Preis, international CPM. Du zahlst einen festen Betrag für tausend Einblendungen deines Banners, unabhängig davon, ob geklickt wird.
Brauche ich animierte HTML5-Banner?
Für die meisten Kampagnen nicht. Statische PNG- und JPG-Motive werden von allen Netzwerken angenommen, sind schnell freigegeben und brauchen keine Rich-Media-Prüfung. Animation ist ein Aufpreis, kein Muss.
Wie vermeide ich, dass mein Banner abgelehnt wird?
Dateigröße unter 150 KB halten, keine nachgebauten Bedienelemente wie falsche Play-Buttons oder Schließen-Kreuze, kein reiner Weißraum ohne Rahmen und keine irreführenden Aussagen. myfeedr hält diese Vorgaben automatisch ein.

Vom Ratgeber zum fertigen Bannerset

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