Ein Publisher-Set aufsetzen: der Ablauf an einem Beispiel
Nimm einen kleinen Onlineshop für Outdoor-Ausrüstung, der gerade sein Partnerprogramm startet. Der Vertrag mit dem Netzwerk steht, die Provision ist definiert, das Tracking läuft — und im Reiter Werbemittel steht nichts. Genau an dieser Stelle bleiben Programme monatelang liegen, weil niemand Zeit für die Grafikarbeit findet. So sieht ein Durchlauf aus, der die Lücke an einem Nachmittag schließt:
- ✓Bestandsaufnahme im Netzwerk: nachsehen, welche Werbemittelgrößen sich dort überhaupt hinterlegen lassen, und die Liste gegen das Display-Paket halten. In aller Regel deckt sich beides bis auf ein oder zwei hauseigene Sondermaße.
- ✓Die richtige Adresse eintragen: Nicht immer ist die Startseite die beste Quelle. Wer eine bestimmte Kategorie bewerben will, trägt deren Adresse ein — dann stammen Produktbilder, Preise und Textvorschläge aus dem passenden Bereich.
- ✓Zwei Aussagen statt zwanzig festlegen: eine Marken-Variante mit dem Shopnamen für Publisher, die dauerhaft einbinden, und eine Angebots-Variante für befristete Aktionen. Beide entstehen im selben Projekt, du überschreibst lediglich Headline und Button-Text.
- ✓Freischalten und entpacken: Im Archiv liegen die Dateien nach Kanal in Ordnern, benannt nach Pixelmaß und Formatname — also etwa display/300x250-medium-rectangle.png. Beim Anlegen der Werbemittel musst du deshalb keine Datei suchen, sondern liest die Größe am Namen ab.
- ✓Werbemittel anlegen: pro Größe ein Eintrag, jeweils mit dem Deeplink auf die beworbene Kategorie statt auf die Startseite. In der Werbemittelsuche der Publisher steht dann ein vollständiges Raster und nicht eine Handvoll Einzelstücke.
- ✓Nachfassen nach der ersten Aktion: Projekt öffnen, die Angebots-Variante austauschen, dieselben Größen erneut hochladen. Die Marken-Variante bleibt unangetastet und muss bei den Publishern nicht ersetzt werden.
Was Publisher von deinem Werbemittel-Angebot erwarten
Ein Publisher entscheidet in wenigen Sekunden, ob er ein Programm einbaut. Er sieht sich die verfügbaren Werbemittel an und fragt sich zwei Dinge: Passt eine Größe in meinen freien Platz, und sieht das Motiv so aus, dass ich es neben meinen Inhalt stellen mag. Fehlt die passende Größe, ist das Gespräch beendet, bevor es begonnen hat — der Werbeplatz bleibt einfach leer oder wird an ein anderes Programm vergeben.
Hilfreich ist außerdem eine kurze Zeile in der Programmbeschreibung: welche Größen bereitstehen, ob die Motive datumsfrei einsetzbar sind und in welchem Rhythmus neue kommen. Das klingt nach Kleinkram, spart dir aber Rückfragen per Mail und signalisiert, dass das Programm betreut wird.
Der Unterschied zur klassischen Auftragsgestaltung liegt weniger im Ergebnis als in der Abstimmungsschleife. Ein externer Gestalter braucht Briefing, Korrekturrunde und Freigabe, bevor überhaupt eine Datei existiert. Hier siehst du das Ergebnis, bevor du dich entscheidest — und die zweite Variante entsteht aus derselben Analyse wie die erste.
Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen Werbebanner und Banner?
- Banner ist der Oberbegriff und meint auch Druckplanen oder Profil-Kopfgrafiken. Ein Werbebanner ist immer eine Anzeige: ein Bild in fester Pixelgröße, das auf fremden Websites, in Netzwerken oder im Newsletter für dich wirbt.
- Wie viele Werbebanner brauche ich für eine Kampagne?
- Für Display-Kampagnen decken fünf bis zehn Größen den Großteil des Inventars ab. Kommen Social Media und Newsletter dazu, sind es schnell über zwanzig — deshalb liefert myfeedr das Set und nicht einzelne Motive.
- In welchem Dateiformat bekomme ich die Werbebanner?
- Als PNG und JPG, gebündelt in einem ZIP, zusätzlich in doppelter Auflösung. Damit lädst du sie in Google Ads, Meta, Adform, Sizmek oder ein Affiliate-Netzwerk als Bildanzeige hoch.
- Kann ich die Texte auf den Werbebannern selbst schreiben?
- Ja. Vorschlagstexte kommen aus deiner Website, aber Headline, Subline und Button-Text kannst du jederzeit überschreiben. Die Schriftgröße passt sich automatisch an die neue Textlänge an.
- Darf ich die Werbebanner unbegrenzt einsetzen?
- Ja. Du zahlst einmalig für das Set und nutzt die Dateien in deinen eigenen Kampagnen ohne Mengen- oder Laufzeitbegrenzung. Es gibt keine Lizenzgebühr pro Impression.
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