Die drei Instagram-Formate
Instagram schneidet alles zu, was nicht in eines seiner Raster passt. Deshalb lohnt es sich, die Motive gleich in den richtigen Maßen anzulegen statt hinterher zu beschneiden. Drei Größen decken alles ab, was du für Instagram-Banner brauchst:
Die drei Maße lassen sich nicht ineinander umrechnen. Aus einem Quadrat wird durch Beschneiden kein Hochformat, und aus einem Hochformat kein Story-Bild — jedes Mal fehlt entweder Höhe oder Breite, und was fehlt, ist meist genau der Rand, auf dem Logo oder Button standen. Wer alle drei Platzierungen bespielen will, braucht deshalb drei eigene Motive, die aus derselben Vorlage stammen und trotzdem einzeln aufgebaut sind.
- ✓Feed quadratisch 1080×1080 — der Klassiker, funktioniert in jeder Ansicht und im Profilraster.
- ✓Feed im Hochformat 1080×1350 im Verhältnis 4:5 — nimmt im Feed mehr Fläche ein als das Quadrat und gilt deshalb als aufmerksamkeitsstärker.
- ✓Story und Reel 1080×1920 im Verhältnis 9:16 — füllt den Bildschirm vollständig, verlangt aber Rücksicht auf die eingeblendete Oberfläche.
Feed oder Hochformat: 1080×1080 und 1080×1350 im Vergleich
Das Quadrat ist die sichere Wahl. Es wird im Feed vollständig gezeigt, im Profilraster ohne Beschnitt dargestellt und in Vorschauen, Karussells und externen Einbettungen zuverlässig behandelt. Für Layouts, die vom gleichmäßigen Rundherum leben — Produkt in der Mitte, Logo oben, Preis unten — ist es das dankbarste Format, weil oben und unten gleich viel Luft bleibt.
Das Hochformat 1080×1350 belegt im Feed dagegen deutlich mehr Bildschirmfläche, weil es beim Scrollen länger im Sichtfeld bleibt. Der Preis dafür ist der Beschnitt an anderer Stelle: Im Profilraster werden hochformatige Beiträge quadratisch dargestellt, oben und unten fallen zusammen 270 Pixel weg. Wer die Headline ganz oben und den Button ganz unten setzt, verliert im Raster beides.
Praktisch heißt das: Baue das Hochformat so, dass die Kernaussage im mittleren Quadrat liegt, und nutze die zusätzlichen Zonen oben und unten für Fläche, Farbe oder einen Teil des Produktbilds statt für tragende Elemente. Wenn du nur ein Feed-Motiv produzieren willst, nimm das Quadrat — wenn du zwei produzierst, nimm beide und lass das Hochformat die Hauptrolle spielen.
Safe-Zones: wo bei Stories kein Text stehen darf
Das Story-Format ist zwar 1080×1920 Pixel groß, nutzbar ist aber deutlich weniger. Am oberen Rand liegen Fortschrittsbalken, Profilname und Menü, am unteren Rand die Antwortzeile, der Teilen-Button und bei Reels zusätzlich die Bildunterschrift. Als Faustregel gilt: Die oberen rund 250 Pixel und die unteren rund 340 Pixel gehören der Oberfläche, nicht dir.
Übrig bleibt ein sicherer Streifen von etwa 1330 Pixeln Höhe in der Mitte. Dort gehören Headline, Preis und Button hin. Das Produktfoto oder die Farbfläche darf ruhig bis an alle vier Kanten laufen — überdeckt wird ohnehin nur der Bereich, in dem kein tragender Inhalt steht. Kritisch wird es erst, wenn Text knapp außerhalb der Mitte endet: Je nach Gerät liegt die Grenze etwas anders, weil Modelle mit Notch oder stark abgerundeten Ecken zusätzlich beschneiden.
Für den Feed gilt das Umgekehrte: Dort gibt es keine Überlagerung durch die Oberfläche, aber das Profilraster zeigt hochformatige Beiträge quadratisch beschnitten. Wer 1080×1350 nutzt, sollte das Motiv so aufbauen, dass es auch in der quadratischen Vorschau noch funktioniert.
Was bei Reels anders ist
Reels teilen sich mit der Story die Maße 1080×1920 und das Verhältnis 9:16, verhalten sich aber anders. Ein Reel ist eine Videoplatzierung; ein statisches Motiv brauchst du dort als Titelbild oder Cover, nicht als Beitrag selbst. Genau dafür sind die 1080×1920 aus dem Set gedacht — als Standbild, das im Feed und in der Reels-Übersicht für den Clip steht.
Der wichtigste Unterschied liegt rechts. Bei Reels liegt am rechten Rand die Spalte mit den Interaktionssymbolen, dazu unten die Bildunterschrift mit Profilname und Tonhinweis. Der untere Bereich ist damit noch stärker belegt als bei einer normalen Story, und die rechte Kante ist keine sichere Zone mehr. Setze Text deshalb linksbündig oder mittig und lass rechts einen Streifen frei.
Der zweite Unterschied betrifft die Zweitverwertung: Das Cover eines Reels erscheint zusätzlich im Profilraster, dort aber beschnitten. Wenn dir wichtig ist, dass die Kachel im Profil erkennbar bleibt, muss das Hauptmotiv mittig sitzen und für sich stehen können — ein Cover, das nur mit Headline funktioniert, wirkt im Raster leer.
Bildsprache: Produktmotiv oder Markenmotiv
Instagram-Banner konkurrieren nicht mit Werbung, sondern mit privaten Inhalten. Ein Motiv, das wie eine klassische Display-Anzeige aussieht, wird weggewischt. Was funktioniert, ist ein großes, gut freigestelltes Produkt auf ruhiger Fläche, dazu eine kurze Aussage in wenigen Wörtern und ein klarer Absender.
Ein Produktmotiv zeigt genau einen Artikel, möglichst formatfüllend. Es trägt, wenn drei Dinge stimmen: Das Produktbild ist hoch genug aufgelöst, es hat freigestellten oder ruhigen Hintergrund, und der Produktname ist kurz genug, um als Headline zu taugen. Lange Artikelbezeichnungen mit Maßangaben und Farbcode gehören nicht ins Bild — dafür gibt es die Bildunterschrift. Produktmotive eignen sich für Abverkauf, Retargeting und alles, was einen konkreten Anlass hat.
Ein Markenmotiv verzichtet auf den einzelnen Artikel und arbeitet stattdessen mit Farbfläche, Logo und einer Aussage — Saisonstart, Neueröffnung, ein Versprechen. Es lebt von Ruhe: eine dominante Markenfarbe, viel freie Fläche, Typografie als Hauptelement. Weil kein Produkt den Blick hält, muss die Aussage selbst tragen, und drei bis fünf Wörter sind hier das Maximum.
Der Preis wirkt auf Instagram stärker als im Display-Umfeld, weil er den Beitrag sofort als Angebot lesbar macht. Setze ihn dann aber als Hauptaussage ein, nicht zusätzlich zu einer anderen Headline. Und plane mehrere Varianten ein: Social-Motive nutzen sich schneller ab als Display-Banner, und ein Wechsel zwischen Produkt- und Markenmotiv hält ein Profil abwechslungsreich, ohne dass die Handschrift wechselt.
Häufige Fragen
- Welche Größe hat ein Instagram-Banner?
- Für den Feed 1080×1080 quadratisch oder 1080×1350 im Hochformat, für Story und Reel 1080×1920. Alle drei Maße sind im Social-Paket enthalten und werden aus demselben Motiv gesetzt.
- Wie groß ist die Safe-Zone bei einer Instagram-Story?
- Als Faustregel gehören die oberen rund 250 und die unteren rund 340 Pixel der Instagram-Oberfläche. Übrig bleibt ein sicherer Streifen von etwa 1330 Pixeln in der Mitte — dort platzierst du Headline, Preis und Button. Bei Reels bleibt zusätzlich die rechte Kante frei, weil dort die Interaktionssymbole liegen.
- Kann ich Instagram-Banner ohne Konto erstellen?
- Das Auslesen deiner Website und die Vorschau mit Wasserzeichen gehen ohne Registrierung. Ein Konto brauchst du erst, wenn du die fertigen Dateien herunterladen willst.
- Bekomme ich auch das Instagram-Profilbild oder Highlight-Cover?
- Nein. myfeedr erzeugt Werbemotive in den Feed-, Portrait- und Story-Maßen sowie die Kopfgrafiken für Facebook und LinkedIn. Profilbilder und Highlight-Cover gehören nicht zum Set.
- Sind die Motive auch für Meta-Anzeigen geeignet?
- Ja. Es sind statische PNG- und JPG-Dateien in den Standardmaßen, die im Werbeanzeigenmanager als Bildanzeige hochgeladen werden können. Achte bei Anzeigen darauf, den Textanteil im Bild gering zu halten.
Instagram-Motive aus deinen eigenen Produkten
Adresse eintragen, Produkt auswählen, Vorschau ansehen — Feed, Portrait und Story entstehen in einem Durchlauf.